Quelle: idea

Junge Frau mit Down-Syndrom belebt Debatte um Abtreibungen

Köln/Weuspert/Bielefeld (idea) “ Über 50.000 Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) leben in Deutschland. Eine Betroffene hat jetzt ein riesiges Medienecho ausgelöst und die Debatte um Abtreibungen neu belebt, die 18-jährige Natalie Dedreux aus Köln. Sie hatte in der ARD-Sendung „Wahlarena“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Spätabtreibungen befragt. In Zeitungsberichten war daraufhin vom „emotionalsten Wahlkampf-Moment“ die Rede. Dedreux konfrontierte die Kanzlerin damit, dass neun von zehn ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom abgetrieben werden, und fragte: „Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?“ Unter lautem Applaus sagte sie: „Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben.“ Die Kanzlerin zeigte sich zwar gerührt, blieb aber eine Antwort auf die Frage schuldig. Sie verwies darauf, dass auf Initiative der Unionsparteien eine verpflichtende Beratung bei Spätabtreibungen eingeführt worden sei: „Es war unglaublich schwer, dafür eine Mehrheit zu bekommen.“ Vertreterinnen der Lebensrechtsbewegung und des Arbeitskreises Down-Syndrom Deutschland begrüßten gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea den couragierten Auftritt der jungen Frau, die in einem Cafe der Caritas und als Redakteurin bei einem Magazin für Menschen mit Down-Syndrom arbeitet

Quelle: idea

Frühere CDU-Politikerin und Bürgerrechtlerin hält die AfD für wählbar

Wetzlar (idea) “ Eine der ehemaligen führenden DDR-Bürgerrechtlerinnen, Vera Lengsfeld, hält die AfD für wählbar. Diese Ansicht vertritt sie in einem Beitrag für die Evangelische Nachrichtenagentur idea. Die 65-Jährige war von 1990 bis 2005 Bundestagsabgeordnete, zunächst für Bündnis 90/Die Grünen, ab 1996 für die CDU. Sie äußert sich in der idea-Rubrik „Pro und Kontra“ zur Frage, ob Christen die AfD wählen dürfen. Wie Lengsfeld schreibt, decken sich die inhaltlichen Forderungen der AfD in weitesten Teilen mit denen des CDU-Wahlprogramms von 2002: „Eine Warnung an Christen vor der Union hat es damals nicht gegeben.“ Nicht die AfD sei demokratiegefährdend, sondern der Umgang mit ihr. So würden Plakate zerstört, Wahlhelfer attackiert und Autos ihrer Politiker angezündet: „Es wird nicht debattiert, sondern diffamiert.“